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Wenn man das erste Mal schwanger durch ein Babygeschäft schlendert, bekommt man das Gefühl, dass man ohne ein High-Tech-Badesystem für das Kind quasi als Rabenmutter startet. Wir wurden damals eindringlich beraten – die Verkäuferin im Laden tat so, als wäre ein Leben ohne Spezialwanne inklusive ergonomischem Gestell schlichtweg unmöglich (oder zumindest ein eindeutig unglücklicher Start ins Leben mit Baby). Und auch die Hebamme war ebenfalls eindeutig pro Babywanne + Gestell! Also – katsching! – eingekauft.
Spoiler: Wir haben das Teil genau zweimal benutzt.
Das Gestell war in unserem Bad mega unpraktisch, und das Hantieren mit dem Wasserschleppen bzw. Brause reinhalten (aber Schlauch zu kurz!?) hat mich mehr Nerven gekostet als die eigentliche Badeaktion. Ich war nass geschwitzt bevor es überhaupt losging.
Unsere Alternative: Das Waschbecken
Als Mini noch ganz klein war, haben wir schnell gemerkt: Das Waschbecken ist der wahre MVP. Besonders bei Windel“problemen“ war das super unkompliziert. Wer Kinder hat, weiß: Sobald die Kleinen das warme Wasser spüren, „entspannen“ sie sich gerne mal komplett – und im Waschbecken ist das Wasser in Sekunden ausgetauscht. Versuch das mal mit einer 20-Liter-Wanne auf einem wackeligen Gestell, während du ein glitschiges Baby hältst. Viel Erfolg.
Als Mini für das Becken zu groß wurde, sind wir auf die normale Badewanne umgestiegen. Ich konnte gut im niedrigen Wasser (ca. 15 cm) knien, während man das Kind in einer sicheren Position hält. Das fühlte sich für mich auch alleine gut machbar an. Mittlerweile gehen wir immer noch oft „zusammen“: Ich sitze auf dem Rand und bin nur mit den Füßen drin oder knie im Wasser.
So hat es für uns funktioniert
- Der Wasserpegel: Wir bleiben bei ca. 15 cm. Das reicht völlig zum Planschen und Untertauchen.
- Die Temperatur: Hier haben wir uns an ein schnödes Badethermometer und die anzeige für ein warmes Kinderbad gehalten. Unseres kommt vom dm, war sehr günstig und wir haben zu Beginn einmal mit einem weiteren Thermometer die Genauigkeit überprüft.
- Das Spielzeug: Absoluter Favorit sind die Badewannenspielwürfel. Simpel, bunt, perfekt. Damit spielt Mini auch gerne, wenn ich im Bad z.B. mit Haare waschen beschäftigt bin.
- Ohne Zusätze: Wir baden Mini in reinem Wasser. Kein Badezusatz, kein Schnickschnack, kein Schampoo. Ihre Haut macht das super mit und wir sparen uns die Chemie-Keule.
- Brausespaß: Wir haben Schritt für Schritt die Brause eingeführt. Erst einmal weit weg von Mini, dann mal auf die Füße gerichtet, schließlich Oberkörper und mittlerweile klappt es auch gut über dem Kopf. Sie kriegt dabei natürlich Wasser in die Augen, aber das macht ihr nichts aus.
Die oberste Regel lautet selbstverständlich: Keine Sekunde unbeaufsichtigt. Nicht mal, um schnell das Handtuch zu holen. Deshalb legen wir vorher alles bereit – Handtücher, frische Windel, Schlafanzug. Das Ziel ist, das nasse Kind so schnell wie möglich ins Warme zu kriegen, ohne dass man auf den nassen Fliesen einen Abgang macht. Ich hebe sie also nur aus der Wanne und lege sie direkt vor der Wanne wieder auf ein Polster und das ausgebreitete Handtuch. Dort kommt auch direkt die Windel dran.
Mein Fazit: Spart euch das Geld für die Spezialwanne. Das Waschbecken und die große Wanne tun es auch. Investiert das gesparte Geld lieber in gute Badetücher oder Badespielzeug.
Wie habt ihr das gelöst? Seid ihr Team Babywanne oder habt ihr auch eher das Waschbecken zweckentfremdet? Schreibt’s mir mal!
Alles Liebe
Liz
